TOOL-GUIDE

Clay und Make verbinden: Enrichment-Pipelines bauen

Clay und Make koppeln: Webhook-Trigger, Waterfall-Enrichment im Loop, Rückschreiben ins CRM. Drei Pipelines die ohne einen einzigen CSV-Export laufen.

Tom Schiller
Tom Schiller
Founder, Grundwerk Digital
7. Juli 202614 Min. Lesezeit
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Warum Clay und Make zusammen

Die meisten Enrichment-Setups scheitern an einer Stelle: dem CSV-Export. Du ziehst eine Liste aus Clay, lädst sie runter, öffnest Excel, sortierst die Bounces raus, lädst sie in Instantly hoch. Pro Liste 20 bis 40 Minuten Handarbeit. Und der Datensatz ist alt, sobald er in der Sequenz landet.

Clay ist ein exzellentes Enrichment-Tool. Waterfall über mehrere Anbieter, Mail-Validierung, Firmen-Daten, ein KI-Agent für Freitext. Was Clay nicht gut kann, ist der Rest: sauber auf Trigger von außen reagieren, mehrere Ziele parallel bedienen, geplant laufen, Fehler abfangen. Genau da kommt Make ins Spiel. Make ist die Steuerzentrale, Clay der Enrichment-Motor.

Clay macht das Anreichern, Make macht das Drumherum. Wer versucht, die ganze Automation in Clay zu pressen, baut sich Table-Formeln zusammen, die nach drei Monaten niemand mehr versteht."

Nach rund 40 Setups mit dieser Kombination ist das Muster immer gleich. Sobald du zwei Dinge willst, einen Trigger der nicht in Clay startet und ein Ziel das nicht Clay ist, brauchst du Make dazwischen. Ein neuer Deal im CRM, ein Reply in Instantly, ein Formular auf der Website: das sind externe Trigger. Und ein CRM-Feld zurückschreiben, einen Slack-Alert senden, drei Kontakte gleichzeitig in verschiedene Kampagnen legen: das sind mehrere Ziele. Beides ist Make-Terrain.

Der schöne Nebeneffekt: du zahlst zweimal getrennt und siehst genau, wo das Geld hingeht. Clay-Credits fürs Anreichern, Make-Operations fürs Orchestrieren. Die Make-Ops sind fast geschenkt, der Kostentreiber ist immer Clay. Dazu unten mehr.

Die 3 Verbindungswege

Bevor wir Pipelines bauen, drei Wege wie Clay und Make überhaupt miteinander reden. Jede Pipeline unten nutzt eine Kombination daraus. Wer die drei Richtungen verstanden hat, kann sich jede beliebige Pipeline selbst zusammenstecken.

Weg A
Clay Webhook zu Make
Clay ist Quelle, Make orchestriert danach
Send-Webhook- oder HTTP-Spalte in Clay pusht jede fertige Zeile an einen Make-Custom-Webhook.
Wann: Wenn Clay das Enrichment macht und Make danach verteilt (Instantly, CRM, Slack).
Weg B
Make zu Clay via API
Make ist Quelle, Clay reichert an
Make schreibt per Clay-API eine neue Zeile in eine Webhook-Source-Table, Enrichment läuft automatisch los.
Wann: Wenn der Trigger von außen kommt (CRM, Formular, Reply) und Clay das Anreichern übernimmt.
Weg C
Provider-Enrichment direkt in Make
Make ruft die Datenanbieter selbst
Statt Clay dazwischen ruft Make die Provider-API direkt per HTTP-Modul (z.B. Bettercontact, Apollo).
Wann: Wenn ein einzelner Provider reicht und du keine Waterfall-Logik brauchst, spart Clay-Credits.

Weg A: Clay pusht per Webhook

Du legst in Make ein Custom-Webhook-Modul an, kopierst die generierte URL und trägst sie in Clay in eine HTTP-API- oder Send-Webhook-Spalte ein. Sobald eine Zeile durch das Enrichment ist, schickt Clay den kompletten Datensatz als JSON an Make. Wichtig: setze in Clay einen Filter davor, zum Beispiel „Email is not empty", sonst pusht Clay auch halbfertige Zeilen und Make bekommt Datenmüll.

Weg B: Make schreibt per API in Clay

Der umgekehrte Weg. Make bekommt einen Trigger von außen und legt über die Clay-API eine neue Zeile in einer Webhook-Source-Table an. Clay startet das Enrichment automatisch. Weil Clay asynchron arbeitet, bekommst du das Ergebnis nicht im selben Make-Lauf zurück. Der saubere Weg ist Weg A als Rückkanal: Clay schickt die fertige Zeile an ein zweites Make-Szenario.

Weg C: Make ruft die Provider direkt

Nicht jede Aufgabe braucht Clay. Wenn ein einzelner Anbieter reicht und du keine Waterfall-Logik brauchst, ruft Make die Provider-API direkt per HTTP-Modul. Für Mail-Finding zum Beispiel Bettercontact oder Apollo. Das spart die Clay-Credits, kostet dich aber die Waterfall-Sicherheit. Faustregel: Single-Provider und simpel gehört zu Weg C, Multi-Provider und Match-Rate zählt gehört zu Clay.

Pipeline 1: Neue Leads bis Instantly

Die häufigste Pipeline und der beste Startpunkt. Ziel: eine frisch importierte Liste läuft ohne einen Klick durch Enrichment, Validierung und direkt in die Kampagne.

#01

Neue Leads: Waterfall bis Instantly

Medium
Trigger:
Neue Zeile in Clay (Apollo-Import oder hochgeladene Liste)
Was:
Clay reichert per Waterfall an (mehrere Provider hintereinander), validiert die Mail und schickt jede fertige Zeile per Send-Webhook an Make. Make filtert auf die Confidence, mappt die Felder und legt den Kontakt in der Instantly-Kampagne an.
Warum:
Kein CSV-Export, kein manuelles Hochladen. Der Lead ist 2 bis 4 Minuten nach dem Import in der Sequenz, nicht erst am nächsten Tag.
Kosten:
Clay: ca. 2 bis 6 Data Credits/Kontakt · Make: 3 bis 5 Ops

Der Ablauf Schritt für Schritt

Import: eine Apollo-Suche oder eine gekaufte Liste landet in einer Clay-Tabelle. Clay startet die Waterfall-Spalten: erst ein günstiger Provider, bei Miss der nächste, dann Mail-Validierung. Am Ende der Kette steht eine HTTP-Spalte mit deinem Make-Webhook (Weg A), aber nur mit Filter auf valide Mail. Make empfängt die Zeile, prüft die Confidence noch einmal, mappt die Felder auf die Instantly-Custom-Variables und ruft „Add Lead to Campaign".

Was du dir sparst: den CSV-Export, das manuelle Bounce-Sortieren, das Hochladen. Was du gewinnst: der Lead ist 2 bis 4 Minuten nach dem Import in der Sequenz. Bei 1.000 Leads pro Monat sind das rund 6 bis 10 Stunden Handarbeit weniger, und die Bounce-Rate bleibt sauber, weil die Validierung nie vergessen wird.

Ein Detail aus der Praxis: baue in Make einen Dedup-Check gegen deine Suppression-Liste, bevor du in Instantly schreibst. Sonst mailst du Kontakte doppelt an, die schon in einer anderen Kampagne laufen. Zwei zusätzliche Operations, spart dir peinliche Doppel-Mails.

Pipeline 2: CRM-Trigger mit Rückschreiben

Die Pipeline mit dem höchsten Aha-Effekt beim Kunden. Ein Datensatz im CRM füllt sich selbst mit Firmengröße, Tech-Stack, LinkedIn-URL und Mobile, sobald er angelegt wird. Kein SDR tippt mehr Pflichtfelder ab.

#02

CRM-Trigger: Enrichment und Rückschreiben

Advanced
Trigger:
Stage-Change oder neuer Deal im CRM (HubSpot oder Pipedrive)
Was:
Make fängt das CRM-Webhook und schreibt über die Clay-API eine neue Zeile in die Clay-Tabelle. Clay reichert asynchron an und schickt die fertige Zeile an ein zweites Make-Webhook zurück. Make schreibt die neuen Felder in den CRM-Datensatz zurück.
Warum:
Der CRM-Eintrag füllt sich selbst: Firmengröße, Tech-Stack, LinkedIn-URL, Mobile. Kein SDR tippt das ab, keine veralteten Pflichtfelder.
Kosten:
Clay: ca. 3 bis 8 Data Credits/Datensatz · Make: 4 bis 6 Ops

Warum das zwei Make-Szenarien braucht

Clay ist asynchron, das ist der Knackpunkt. Szenario 1 fängt den CRM-Trigger (neuer Deal oder Stage-Change) und schreibt per Clay-API eine Zeile in die Clay-Tabelle (Weg B). Dabei gibst du die CRM-Record-ID mit, damit du später weißt, wohin das Ergebnis zurück muss. Dann endet Szenario 1. Clay reichert an, das dauert Sekunden bis Minuten. Ist die Zeile fertig, schickt Clay sie per Webhook an Szenario 2 (Weg A). Szenario 2 nimmt die angereicherten Felder plus die mitgereichte Record-ID und schreibt alles zurück ins CRM.

Wer versucht, in einem einzigen Make-Lauf auf das Enrichment zu warten, baut sich eine Sleep-Schleife und verbrennt Operations für nichts. Der saubere Split in zwei Szenarien ist robuster und günstiger. Die Record-ID als roter Faden zwischen beiden ist der wichtigste Trick in der ganzen Pipeline.

Wann sich das rechnet

Ab dem Punkt, wo dein Sales-Team ins CRM tippt was Clay ohnehin weiß. Bei einem Team mit 200 neuen Datensätzen pro Monat und 3 Minuten manueller Recherche pro Datensatz sind das 10 Stunden, die verschwinden. Dazu die Datenqualität: automatisch angereichert ist konsistenter als handgetippt, und die Felder sind aktuell statt Monate alt.

Kostenloses Asset

Die 3 Pipelines als Blueprint-Pack

Clay-Table-Templates plus Make-Szenarien als JSON. Webhook-Mappings, Feld-Zuordnung und Error-Branches sind schon drin. Importieren, API-Keys eintragen, läuft.

Blueprint-Pack anfordern

Pipeline 3: Reply-Signal mit Re-Enrichment

Die Pipeline die aus einem Reply mehr macht. Wenn ein Interessent antwortet, ist das der wertvollste Moment im ganzen Funnel. Genau da verliert man Zeit mit LinkedIn-Recherche, bevor man antwortet. Diese Pipeline liefert den Kontext frei Haus.

#03

Reply-Signal: Re-Enrichment vor der Antwort

Medium
Trigger:
Positiver Reply in Instantly
Was:
Instantly-Webhook trifft Make. Make schickt den Kontakt zurück in Clay für ein tieferes Enrichment: aktuelle Rolle, weitere Ansprechpartner im Account, Firmen-Signale. Das Ergebnis geht als Slack-Briefing an den SDR und ins CRM, bevor jemand antwortet.
Warum:
Der Rep geht mit vollem Kontext in die Antwort, ohne 10 Minuten LinkedIn-Recherche pro Reply. Reply-zu-Meeting-Rate steigt, weil die erste Antwort schon relevant ist.
Kosten:
Clay: ca. 4 bis 10 Data Credits/Reply · Make: 4 bis 7 Ops

Der Ablauf

Instantly feuert bei einem positiven Reply ein Webhook an Make. Make schickt den Kontakt zurück in Clay (Weg B), diesmal für ein tieferes Enrichment: aktuelle Rolle, Firmen-Signale wie frisches Funding oder Hiring, weitere Ansprechpartner im selben Account. Clay schickt das Ergebnis zurück (Weg A), und Make baut daraus ein kompaktes Slack-Briefing für den zuständigen SDR plus einen CRM-Eintrag. Der Rep sieht die Antwort und das Briefing zur gleichen Zeit.

Der Effekt ist unterschätzt. Statt 10 Minuten Recherche pro Reply geht der Rep sofort mit Kontext in die Antwort. Die erste Reaktion ist relevant, nicht generisch, und die Reply-zu-Meeting-Rate steigt spürbar. Wer viele Replies bekommt, spart hier mehr Zeit als in Pipeline 1.

Ein Reply ist ein Timing-Signal. Wer im Moment der Antwort schon die aktuelle Rolle und die Firmen-News kennt, schreibt eine bessere zweite Mail als jeder, der erst googeln muss."

Operations und Clay-Credits: die Mathe

Jetzt zum Geld. Zwei Kostenblöcke, und der eine ist viel größer als der andere. Make-Operations kosten fast nichts, die Clay-Kosten sind der Treiber. Die folgenden Zahlen sind Richtwerte, Stand Juli 2026, und vor dem Kauf im Dashboard zu prüfen. Clay-Preise ändern sich häufiger als die Make-Tarife, zuletzt beim Pricing-Overhaul im März 2026.

Wichtig zu Clay seit diesem Overhaul: es gibt zwei Credit-Typen. Data Credits zahlst du für Enrichment-Daten aus dem Marketplace, Actions für Plattform-Operationen und Workflow-Schritte. Die reinen Datenkosten sind dabei deutlich gefallen. Der Free-Tier existiert weiter zum Testen. Die heutigen Pläne heißen Launch (rund 185 USD im Monat mit 2.500 Data Credits und 15.000 Actions) und Growth (rund 495 USD mit 40.000 Actions). Die alten Namen Starter, Explorer und Pro sind Legacy und laufen aus.

Make rechnet pro Modul eine Operation. Eine Pipeline mit 4 bis 7 Modulen verbraucht also 4 bis 7 Operations pro Datensatz. Bei 1.500 Datensätzen im Monat sind das rund 10.000 Ops, also der Pro-Plan für 16 USD. Der große Vorteil von Waterfall auf der Clay-Seite: du zahlst nur für Provider die auch drankommen. Findet der erste Anbieter die Mail, werden die späteren gar nicht mehr angefragt.

Setup
Clay
Make
Kosten/Monat
Wann sinnvoll
Test / Solo
Free-Tier
Free, 1.000 Ops
0 USD
Eine Pipeline durchspielen, unter 300 Leads testen
Wachstum
Launch, 2.500 Data Credits + 15.000 Actions
Pro, 10.000 Ops (16 USD)
ca. 200 USD
1 bis 3 Pipelines, 500 bis 1.500 Kontakte/Monat
Volumen
Growth, 40.000 Actions
Pro oder Teams (16 bis 29 USD)
ca. 510 USD
Multi-Pipeline mit CRM-Rückschreiben, mehrere Tausend Kontakte/Monat
Agentur
Growth aufwärts / Enterprise
Teams, ab 29 USD
auf Anfrage
Multi-Mandant, tägliche Signal-Loops, hohes Volumen

Die Zahlen zeigen das Grundmuster: der Make-Anteil ist zweistellig in USD, der Clay-Anteil dreistellig. Wer die Kosten drücken will, schraubt an den Clay Data Credits, nicht am Make-Plan. Das heißt konkret: früh filtern, bevor teures Enrichment läuft. Ein ICP-Filter direkt nach dem Import sortiert die 40 Prozent aus, die du ohnehin nicht anmailst, und die laufen dann gar nicht erst durch den Waterfall.

Zweiter Hebel: nicht jeden Kontakt maximal anreichern. Für Pipeline 1 reicht Work-Email plus Basis-Firmendaten, also wenige Data Credits pro Zeile. Das teure Deep-Enrichment mit Mobile und mehreren Fallbacks hebst du dir für Pipeline 3 auf, also nur für die Leads die schon geantwortet haben. Credits nach Interesse staffeln, nicht mit der Gießkanne verteilen.

Fehler-Handling und Rate-Limits

Der Teil, den die meisten weglassen und später teuer nachholen. Eine Pipeline ohne Fehler-Handling steht irgendwann still, und du merkst es erst wenn drei Tage lang keine Leads mehr durchkamen.

Clay ist asynchron, plane damit

Der wichtigste Punkt zuerst: warte nie im selben Make-Lauf auf ein Clay-Enrichment. Es dauert je nach Provider Sekunden bis Minuten. Immer per Webhook zurückschicken, nie mit einer Sleep-Schleife pollen. Wer pollt, verbrennt Operations und riskiert Timeouts.

Rate-Limits abfangen

Die Clay-API hat ein Rate-Limit. Wenn Make in einem Schwung 500 Zeilen pushen will, läufst du dagegen. Lösung: einen Iterator mit gedrosselter Rate oder eine kurze Sleep-Pause zwischen den Aufrufen. Instantly und die CRMs haben ebenfalls eigene Limits. Für die baust du in jedes External-Modul einen Error-Handler mit Auto-Retry, der bei einem 429-Fehler ein paar Sekunden wartet und es erneut versucht.

Der Standard-Error-Branch

Jedes Modul das eine externe API ruft, bekommt einen Error-Handler. Der macht zwei Dinge: er schickt einen Slack-Alert mit dem Fehler und der betroffenen Zeile, und er legt den Datensatz in eine Manual-Review-Liste, damit kein Lead lautlos verschwindet. Setup: 5 bis 10 Minuten pro Pipeline. Spart dir Tage Debugging, wenn ein API-Key abläuft oder ein Provider sein Schema ändert. Wer das nicht baut, betreibt eine Blackbox.

Ein letzter Punkt: sichere deine Make-Webhook-URLs ab. Ein Webhook das offen im Formular-Code steht, kann jeder mit Spam-Requests fluten und dir die Operations wegschießen. Ein Secret-Header plus ein Filter direkt nach dem Trigger reichen. Falls dir Make an irgendeiner Stelle zu eng wird, macht n8n dasselbe self-hosted, mit voller Kontrolle über Rate-Limits und Retries, dafür mit DevOps-Aufwand.

Clay-nativ vs Make dazwischen: wann was

Nicht jede Aufgabe braucht Make. Manchmal reicht Clay allein, und die zusätzliche Schicht macht das Setup nur komplizierter. Hier die Entscheidungs-Matrix.

Dimension
Clay-nativ
Make dazwischen
n8n
Waterfall-Enrichment
Nativ, Kernfeature
Clay dahinter oder Provider einzeln
Provider einzeln, selbst verkettet
Trigger und Scheduling
Table-Runs, begrenzt
Webhooks, Scheduler, Router
Cron, Webhooks, volle Kontrolle
CRM-Rückschreiben
Über HTTP-Spalte, fummelig
Native CRM-Module
Native Nodes
Kosten-Modell
Data Credits + Actions
Ops pro Modul
Server-Fixkosten
Wartung
Kein Hosting
Kein Hosting
Self-hosted, DevOps
Lernkurve
Mittel (Formeln)
Mittel (Router, Iterator)
Hoch
Best für
Die Enrichment-Logik
Die Orchestrierung drumherum
Sensitive Daten, Volumen

Die einfache Regel: bleibt alles in Clay, bleib in Clay. Liste rein, anreichern, in eine Instantly- oder HubSpot-Spalte schreiben, fertig. Dafür brauchst du kein Make. Clay hat native Integrationen und kann eine fertige Zeile selbst in viele Ziele schreiben.

Make kommt in dem Moment dazwischen, wo einer von drei Fällen eintritt. Erstens: der Trigger startet nicht in Clay, sondern extern (CRM, Formular, Reply). Zweitens: du willst mehrere Ziele parallel bedienen oder verzweigte Logik mit einem Router. Drittens: du brauchst sauberes Scheduling und Fehler-Handling, das über Clays Table-Runs hinausgeht. Trifft keiner der drei zu, ist Make über-engineert.

Und n8n? Die Antwort ist einfach: gleiche Rolle wie Make, self-hosted. Wenn du ohnehin eine Infra-Kompetenz im Team hast, sensible Daten verarbeitest oder bei hohem Volumen die Pro-Ausführung-Kosten von Make drücken willst, ist n8n richtig. Für die meisten Sales-Teams ist Make der schnellere Weg, weil kein Server, keine Updates, kein Auth-Setup nötig sind und die Clay-, Instantly- und CRM-Module fertig bereitstehen.

Nach 40 Setups ist mein Rat: fang mit einer Pipeline an, Pipeline 1 aus diesem Artikel. Bau sie sauber mit Filter und Error-Handler, lass sie zwei Wochen laufen, dann kennst du deine echten Credit-Kosten und weißt, ob Pipeline 2 und 3 den Aufwand wert sind. Alles auf einmal zu bauen ist der schnellste Weg zu einem Setup, das niemand mehr wartet.

Häufige Fragen

Clay ist stark im Enrichment, also Waterfall über mehrere Datenanbieter, Mail-Validierung, Firmen-Daten. Beim Orchestrieren wird es fummelig: Trigger von außen, Scheduling, sauberes Rückschreiben ins CRM, Router mit mehreren Pfaden. Genau das kann Make gut und günstig. Faustregel aus unseren Setups: Clay macht das Anreichern, Make macht das Drumherum. Wer versucht, die ganze Automation in Clay zu pressen, baut sich Table-Formeln zusammen die niemand mehr wartet.
Über die HTTP-API-Spalte oder eine Send-Webhook-Aktion in der Clay-Tabelle. Du legst in Make einen Custom-Webhook an, kopierst die URL in Clay, und Clay pusht jede fertige Zeile als JSON. Wichtig: Clay schickt erst, wenn die vorherigen Enrichment-Spalten durch sind, sonst kommen halbe Datensätze an. Ein Filter in Clay auf 'Email is not empty' vor dem Webhook spart dir viel Debugging.
Make schreibt über die Clay-API eine neue Zeile in eine Clay-Tabelle, meist in eine Webhook-Source-Table. Die Enrichment-Spalten laufen automatisch los, sobald die Zeile da ist. Clay arbeitet asynchron, also bekommst du das Ergebnis nicht im selben Make-Lauf zurück. Der saubere Weg: Clay schickt die fertige Zeile per Webhook an ein zweites Make-Szenario, das dann weiterarbeitet.
Zwei Kostenblöcke: die Clay-Kosten fürs Enrichment und die Make-Operations fürs Orchestrieren. Eine typische Wachstums-Pipeline liegt aktuell bei rund 185 USD Clay (Launch-Plan, seit dem Pricing-Overhaul im März 2026, mit 2.500 Data Credits und 15.000 Actions) plus 16 USD Make (Pro-Plan). Die Make-Ops sind fast vernachlässigbar, der Kostentreiber ist immer Clay. Stand Juli 2026, prüf die aktuellen Plan-Preise im Clay-Dashboard, die ändern sich häufiger als die Make-Tarife.
Kommt auf die Provider-Kette an, und Clay trennt seit März 2026 Data Credits (fürs Anreichern) von Actions (für Workflow-Schritte). Ein einfacher Work-Email-Finder über zwei Anbieter kostet in unseren Tabellen typisch nur wenige Data Credits pro Zeile, weil Clay bei einem Treffer die späteren Provider gar nicht mehr anfragt. Ein tiefes Enrichment mit Mobile-Nummer, Firmen-Daten und mehreren Fallbacks liegt entsprechend höher. Der große Vorteil von Waterfall: du zahlst nur für Provider die auch drankommen, nicht für alle parallel. Konkrete Verbräuche vor dem Launch im Dashboard prüfen.
Clay-Enrichment ist asynchron und kann pro Zeile Sekunden bis Minuten dauern, je nach Provider. Deshalb nie im selben Make-Lauf auf das Ergebnis warten, sondern per Webhook zurückschicken. Für die Clay-API selbst gilt ein Rate-Limit, bei Massen-Pushes aus Make baust du eine Sleep-Pause oder einen Iterator mit gedrosselter Rate ein. Instantly und CRM haben eigene Limits, die du im Make-Error-Handler mit Auto-Retry abfängst.
Clay-nativ reicht, wenn Input und Output in Clay bleiben: Liste rein, anreichern, in eine Instantly- oder HubSpot-Spalte schreiben. Sobald der Trigger von außen kommt (CRM-Stage-Change, Reply, Formular) oder mehrere Ziele parallel bedient werden, kommt Make dazwischen. Auch für sauberes Fehler-Handling und Scheduling ist Make die bessere Steuerzentrale als Clay-Table-Runs.
Ja, n8n macht dasselbe und ist self-hosted günstiger pro Ausführung. Der Preis dafür ist DevOps: eigener Server, Updates, Auth, Monitoring. Für die meisten Sales-Teams ist Make der schnellere Weg, weil kein Hosting nötig ist und die Clay-, Instantly- und CRM-Module fertig da sind. n8n lohnt sich bei sensiblen Daten, hohem Volumen oder wenn du ohnehin eine Infra-Kompetenz im Team hast.
Tom Schiller
Über den Autor

Tom Schiller

Founder, Grundwerk Digital

Tom hat über 200 Make-Workflows in Sales-Setups gebaut, vom Solo-Founder bis zur Multi-Mandanten-Agentur. Davor 9 Jahre Sales und Operations bei zwei SaaS-Companies. Jetzt Production-Insights aus über 40 laufenden Mandaten. Schreibt hier über das, was wirklich skaliert.

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    Lasse Petry
    Lasse Petry
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    Tim Kuesters
    Tim Kuesters
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  • "Die Zusammenarbeit mit GWD war geprägt von viel Beratung und Unterstützung unseren Email-Outreach zu professionalisieren und zum Erfolg zu bringen."

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  • "Die Beratung ist auf den Punkt, das Know-how wirklich hilfreich und immer wieder kommen Impulse, auf die wir alleine wahrscheinlich nicht gekommen wären."

    Marc Meyer
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  • "Top engagiertes und professionelles Team. Grundwerk reagiert flexibel und schnell auf neue Situationen."

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    Michael Fischer
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    Sales Lead SME Payment Solutions, CCV
  • "Grundwerk Digital hat mit uns erfolgreiche LinkedIn und Email-Kampagnen durchgeführt und bei der Implementierung von top-aktuellen Outreach-Prozessen höchst professionell beraten."

    Alexander Kohler
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    pplwise
  • "Wir haben wesentlich mehr Leads generiert und vor allem sind unsere Leads sehr viel hochwertiger als das die Jahre davor war."

    Andreas Glemser
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    Geschäftsführer, COCOMIN AG
  • "Sehr gutes Konzept und ein wirklich professioneller Ansatz im Bereich Outreach und Partnerschaften."

    Jackomo Kallen
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    Michael Fischer
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