Was ist Heyreach?
Heyreach ist eine LinkedIn-Outreach-Plattform für Multi-Account-Szenarien. Wer mehrere LinkedIn-Profile gleichzeitig aussteuert (Agentur mit mehreren Kunden, In-House-Team mit mehreren SDRs, oder ein Founder der zusätzlich seine Mitarbeiter als Sender nutzt), bekommt mit Heyreach eine zentrale Steuerung dafür.
Das Tool kann Connection-Requests, Direct Messages, Profile-Visits und Follows als Sequenz auslösen. Dazwischen bedingte Schritte: nur senden wenn vernetzt, nur senden wenn keine Antwort kam, nur senden wenn ein bestimmtes Signal vorliegt.
Der Kern-Unterschied zu Single-Account-Tools wie Waalaxy oder Dripify: Heyreach orchestriert beliebig viele LinkedIn-Inboxen unter einem Dach. Eine Kampagne, viele Sender, alle Antworten in einer Unified Inbox.
Sender-Rotation: Multi-Account-Outreach im Detail
Das wichtigste Feature im Production-Use. Du legst beliebig viele LinkedIn-Accounts als Sender an. Heyreach rotiert eingehende Connection-Requests automatisch zwischen ihnen.
Warum das wichtig ist: LinkedIn limitiert Connection-Requests pro Account auf etwa 100 bis 200 pro Woche. Wer mehr senden will, braucht mehr Sender. Heyreach übernimmt das Routing transparent. Eine Kampagne mit 2.000 Ziel-Profilen läuft auf 10 Sendern parallel statt einen Sender zu killen.
Bedingte Logik (If-Connected): Wenn der Empfänger nach Connection-Request annimmt, fährt die Sequenz weiter. Wenn nicht, wartet sie oder bricht ab. Damit lässt sich verhindern dass Cold-Messages an Nicht-Vernetzte gehen, was LinkedIn als Spam wertet und die Sender-Reputation senkt.
Unified Inbox: Alle Antworten an einem Ort
Wer mit 5 oder 20 LinkedIn-Accounts arbeitet, hat normalerweise das Problem dass jede Antwort in einer anderen Inbox liegt. Heyreach zieht alle eingehenden Nachrichten in eine zentrale Ansicht.
Von dort aus kann das Team antworten, taggen, an Kollegen weiterreichen, oder Replies an HubSpot/Make pushen. Voice-Notes vom Desktop senden ist möglich, was bei höher-Touch-Outreach den Reply-Rate hebt.
Für Agenturen relevant: Inboxen sind nach Account-Owner separierbar, aber alle in einer Master-View aggregiert. Account-Manager sieht nur seine Kunden, Agency-Lead sieht alles.
Multichannel: LinkedIn plus Email
Heyreach ist primär ein LinkedIn-Tool. Multichannel-Sequenzen mit Email funktionieren über native Integrationen mit Instantly oder Smartlead.
Konkret: Eine Heyreach-Sequenz kann an einem Punkt einen Email-Step triggern. Heyreach übergibt den Lead inkl. Email-Adresse (entweder aus der Liste oder via Find-Email-Step) an Instantly/Smartlead, dort läuft die Email-Sequenz, eingehende Replies fliessen zurück in die Heyreach-Unified-Inbox.
Ehrlich gesagt: Wer reine Email-Sequenzen will, ist mit Lemlist oder Instantly direkter. Heyreach lohnt erst wenn LinkedIn der Haupt-Kanal ist und Email als Verstärker dazukommt.
Integrationen
Heyreach hat einen klaren Integration-Stack rund um Outbound:
Native: Clay, Instantly, Smartlead, RB2B (Visitor-Tracking), Trigify, Persana. One-Click: HubSpot, Make, Zapier. Daten-Import: Sales Navigator, Clay-Tabellen, RB2B, HubSpot-Listen. API & Webhooks: Eigene Integrationen über REST-API möglich, Webhooks für Reply-Events. MCP-Server: für Anbindung an AI-Agents (selteneres Feature, eher Power-User).
Mit Sales Navigator als Lead-Quelle plus Clay als Enrichment-Layer plus Heyreach als Sender plus Instantly für Email plus HubSpot als CRM lässt sich ein kompletter Outbound-Stack bauen. Heyreach ist dabei das Stück das LinkedIn-Sending übernimmt.
Was Heyreach (noch) nicht kann
Strukturelle Punkte die in der Praxis stören können (TOM-AUDIO-REVIEW: bitte aus GWD-Mandaten validieren):
1. Kein eigenes Email-Sending. Wer Email als ersten Channel will, muss Instantly/Smartlead dazu kaufen. Heyreach ist LinkedIn-First.
2. Eigenes Lead-Sourcing limitiert. Heyreach selbst hat keine Datenbank. Listen müssen aus Sales Navigator, Clay, RB2B oder anderen Quellen importiert werden.
3. Personalisierung weniger ausgeprägt als Lemlist. Dynamic Images/Videos und tiefe Variablen-Logik sind in Lemlist stärker. Heyreach reicht für Standard-Personalisierung, nicht für Hyper-Personalisierung.
4. Pricing-Sprung von Growth zu Agency. $79/mo (1 Sender) auf $999/mo (50 Sender) ist eine Lücke ohne Mid-Tier. Wer 5-15 Sender braucht, zahlt entweder zu wenig (Growth ohne Agency-Features) oder zu viel (Agency-Plan mit Whitelabel den niemand braucht).
Für wen Heyreach passt. Und für wen nicht.
TOM-AUDIO-REVIEW: GWD-Praxis-Empfehlung anpassen.
Heyreach lohnt sich für:
- Agenturen die LinkedIn-Outreach für mehrere Kunden parallel fahren. Whitelabel + Multi-Account ist hier das Killer-Feature. - In-House-Sales-Teams ab 5 SDRs die ihre LinkedIn-Aktivität konsolidieren wollen, statt jeder einzelne Sender bastelt selbst. - GTM-Operator und Founder die das Team als Sender mitnutzen (Founder-Account plus 3 Mitarbeiter-Accounts als Sender für eine Kampagne) und alle Replies zentral managen wollen.
Eher nicht für:
- Solo-Outbounder mit einem LinkedIn-Account. Da reicht Waalaxy oder Lemlist. - Reine Email-Outbound-Setups. Instantly oder Lemlist sind direkter. - Lead-Generierung ohne bestehenden Daten-Stack. Heyreach hat keine eigene Datenbank, du brauchst Sales Navigator oder Clay als Quelle.
Die 5 wichtigsten Use Cases
Multi-Sender-Kampagnen
Eine Kampagne mit 2.000 Ziel-Profilen läuft auf 10 LinkedIn-Sendern parallel. Heyreach rotiert automatisch, jeder Sender bleibt unter LinkedIn-Limits, niemand wird gesperrt.
Agentur-Outreach für mehrere Kunden
Whitelabel-Branding, separate Kampagnen pro Kunde, alle Replies in einer Master-Inbox. Account-Manager sieht nur seine Kunden, Agency-Lead sieht alles.
Account-Based-Marketing
Definierte Account-Liste aus Sales Navigator wird über mehrere Sender ausgespielt. Bedingte Sequenzen (If-Connected, If-No-Reply) sorgen dafür dass nur passende Profile weitergeführt werden.
Founder + Team als Sender-Cluster
Founder-Account plus drei Mitarbeiter-Accounts als koordiniertes Sender-Set. Eine Kampagne, vier Outreach-Identitäten, eine zentrale Inbox. Klassisches Pattern für Bootstrap-Sales-Teams.
Multichannel mit Email-Fallback
LinkedIn als Erst-Touch, Email als Verstärker. Heyreach übergibt nicht-antwortende Leads über Native-Integration an Instantly oder Smartlead, beide Channels arbeiten auf derselben Liste.
Preise und Pläne 2026
Heyreach skaliert über die Zahl der LinkedIn-Sender. Growth zahlt pro Sender, Agency und Unlimited bündeln 50 oder unlimited Sender mit Whitelabel-Branding und Done-for-you-Onboarding.
- Skalierbar 1, 5 oder 10+ Sender
- 100 Email-Credits pro Sender
- Unbegrenzte Kampagnen
- Unified Inbox
- Alle LinkedIn-Aktionen
- Native Integrationen (Clay, RB2B, Make, Zapier, HubSpot)
- API und Webhooks
- Multichannel mit Instantly/Smartlead
- 50 Sender inklusive
- 1.000 Email-Finder-Credits
- 300 Email-Credits
- 1× Whitelabel-Branding
- Done-for-you Onboarding
- Bring-Your-Own-Proxies
- Dedizierter Slack-Support
- Unlimited Sender (Fair-Use bis 500)
- 3.000 Email-Finder-Credits
- 500 Email-Credits
- Multi-Brand Whitelabels (Add-on $500/Brand)
- Done-for-you Daten-Migration
- Priority Support, eigenes Team
- GTM-Expert-Konsultation
- Kostenfreie 1:1-Workshops
Sender = aktiver LinkedIn-Account, der Aktionen ausführt. Email-Credits = einmalige Kontingente für Email-Finder und Sending über Multichannel-Integrationen.
Unser Fazit
Heyreach ist die Default-Wahl für Multi-Sender-LinkedIn-Outreach. Wer 5+ Profile parallel ausspielt, Unified Inbox und Whitelabel braucht, ist hier richtig.
