TOOL-GUIDE

Make.com für Sales: Die 10 wichtigsten Automationen

Lead-Routing, CRM-Sync, Reply-Handling, Reporting. 10 Workflows die in 2 Stunden Setup einen halben SDR pro Monat einsparen.

Tom Schiller
Tom Schiller
Founder, Grundwerk Digital
18. Juni 202613 Min. Lesezeit
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Was Make.com wirklich macht

Make.com (früher Integromat) ist Workflow-Automation für Leute, die kein DevOps-Team haben. Du verbindest visuell zwei oder mehr Tools über Trigger, Filter und Actions. 1.500 plus App-Integrationen, deutlich günstiger pro Operation als Zapier. Pro Aktion zahlst du eine Operation, ein einfacher Lead-Routing-Workflow verbraucht typisch 4 bis 8 Operations.

Das Operations-Konzept ist der Kern. Jedes Modul (jeder API-Call, jeder Filter, jede Iteration) zählt als eine Operation. Bei 10.000 Operations im Core-Plan für 9 USD bekommst du je nach Workflow-Komplexität 1.000 bis 2.500 Leads im Monat durchgeschleust. Wer das System einmal kapiert hat, baut in zwei Stunden Setup eine Pipeline, die einen halben SDR pro Monat einspart.

Die Module-Bibliothek ist die größte Stärke. Für jeden gängigen Sales-Stack gibt es Pre-Built-Module: Apollo, Clay, Instantly, Lemlist, HeyReach, HubSpot, Pipedrive, Close, Slack, Calendly, Google Sheets, Notion. Drag-and-Drop reicht für 70 Prozent der Setups.

Make ist nicht „nice to have". Wer manuell Apollo-Listen in HubSpot importiert, Instantly-Replies in CRM kopiert oder Slack-Alerts manuell schreibt, verbrennt 8 bis 15 Stunden pro Woche."

Bei Make registrierst du dich kostenlos und bekommst 1.000 Operations pro Monat. Reicht zum Testen der ersten zwei Workflows. Wer das System in einer Woche durchspielt, weiß danach genau, welcher Plan passt.

Die 10 Workflows im Überblick

Diese 10 Workflows sehen wir in über 50 Mandanten-Setups als Standard. Alle in 30 Min bis 2 Stunden aufsetzbar, alle mit messbarer Zeit-Ersparnis. Operations sind konservativ geschätzt und beinhalten Error-Handler-Branches.

#01Medium
Apollo → Clay → Instantly Pipeline
Trigger: Neue Apollo-Liste exportiert
#02Medium
CRM-Sync zwischen HubSpot/Pipedrive und Cold-Email-Tool
Trigger: Lead-Stage-Change in CRM oder neuer Reply in Email-Tool
#03Easy
Slack-Notifications bei Replies und Bookings
Trigger: Reply mit positivem Sentiment oder Calendly-Booking
#04Medium
Calendly-Booking zu CRM-Deal-Creation
Trigger: Neuer Termin in Calendly oder Cal.com gebucht
#05Medium
LinkedIn-Connection zu CRM
Trigger: Neue Connection in LinkedIn akzeptiert (via HeyReach-Webhook)
#06Easy
Webhook vom Website-Form zu Slack und CRM
Trigger: Form-Submit auf Website (Hero, Pricing, Contact)
#07Advanced
Daily-Reporting-Email mit Aggregations
Trigger: Schedule: Werktags 08:00 Uhr
#08Advanced
Lead-Scoring mit OpenAI
Trigger: Neuer Lead in CRM
#09Easy
Bounceback-Cleaner (Email zu CRM-Status)
Trigger: Bounce-Event aus Instantly oder Smartlead
#10Advanced
Multi-Inbox-Status-Aggregator
Trigger: Schedule: stündlich

„Easy" bedeutet 2 bis 3 Module, 30 Min Setup. „Medium" bedeutet 5 bis 8 Module mit Filter und Iterator, 1 bis 2 h Setup. „Advanced" bedeutet 10 plus Module mit Conditional-Routing und Error-Handling, 2 bis 4 h Setup. Wer Make zum ersten Mal aufsetzt, rechnet je Stufe 1,5x länger.

Workflows 1 bis 3: Lead-Routing

Lead-Routing ist der häufigste Setup-Painpoint und liefert die schnellste Zeit-Ersparnis. Wer hier zwei Stunden investiert, spart pro Monat 8 bis 12 Stunden manuelles Daten-Übertragen.

#01

Apollo → Clay → Instantly Pipeline

Medium
Trigger:
Neue Apollo-Liste exportiert
Was:
Apollo-Kontakte per Webhook in Clay schicken, Waterfall-Enrichment durchlaufen, valide Kontakte in Instantly-Sequenz übergeben. Bouncer-Check vor jedem Import, Suppression-Liste matchen.
Warum:
Spart 3 bis 4 Stunden manuelles CSV-Hin-und-Her pro 1.000 Leads. Verhindert Bounce-Rate-Probleme die deine Sending-Reputation verbrennen.
Operations:
6 bis 9 Operations pro Lead

Setup-Architektur für Workflow 01

Trigger: Webhook in Make. Apollo schickt CSV-Export per HTTP-POST an den Make-Endpoint. Modul 1: HTTP-Webhook empfängt JSON mit Kontakten. Modul 2: Iterator durchläuft jeden Kontakt einzeln. Modul 3: Clay-API enrichet (Waterfall mit 3 bis 5 Datenanbietern). Modul 4: Filter (nur valide Mails mit Bouncer-Confidence über 85 Prozent passieren). Modul 5: Instantly-Modul „Add to Campaign" mit Custom-Variables. Modul 6: Slack-Notification „X neue Leads in Sequenz Y importiert".

Operations pro Lead: 6 bis 9. Bei 1.000 Leads pro Monat: 6.000 bis 9.000 Operations. Make Core-Plan (10.000 Operations für 9 USD) reicht knapp. Wer Headroom braucht: Pro-Plan mit 10.000 Operations plus bessere Modul-Auswahl.

#02

CRM-Sync zwischen HubSpot/Pipedrive und Cold-Email-Tool

Medium
Trigger:
Lead-Stage-Change in CRM oder neuer Reply in Email-Tool
Was:
Bidirektionale Synchronisation. Stage-Updates aus dem CRM pausieren laufende Sequenzen automatisch. Replies aus Instantly oder Smartlead loggen sich als CRM-Activity mit vollem Reply-Text und Sentiment-Tag.
Warum:
Keine Dubletten in der Pipeline. Keine vergessenen Replies die im Email-Tool versacken. CRM bleibt Single-Source-of-Truth.
Operations:
3 bis 5 Operations pro Sync-Event

CRM-Sync-Architektur

Bidirektional heißt: zwei Workflows. Der erste reagiert auf Stage-Changes im CRM (HubSpot oder Pipedrive) und pausiert oder aktiviert Instantly-Sequenzen. Der zweite reagiert auf Replies in Instantly oder Smartlead und schreibt sie als Activity in den CRM-Datensatz. Conflict-Detection: bei Stage-Mismatch (z.B. CRM zeigt „Disqualified", Email-Tool aktiv) wird automatisch der CRM-Wert übernommen.

#03

Slack-Notifications bei Replies und Bookings

Easy
Trigger:
Reply mit positivem Sentiment oder Calendly-Booking
Was:
DM an zugewiesenen SDR mit Lead-Name, Firma, Reply-Auszug, CRM-Link und Action-Button. Bei Booking: zusätzlich Demo-Briefing aus Notion-Template generieren.
Warum:
SDR antwortet binnen 30 Min statt 24 h. Reply-zu-Meeting-Conversion steigt 2 bis 3x, weil Leads im Moment der Engagement-Spitze abgeholt werden.
Operations:
2 Operations pro Notification

Wann das den Unterschied macht

Hot-Leads (3x Email-Open oder Click) sind 60 bis 80 Prozent wahrscheinlicher zu konvertieren als kalte Leads. Wenn dein SDR binnen 30 Min anruft, schließt du 2 bis 3x öfter ab als wenn der Anruf am nächsten Tag kommt. Die Slack-Alert-Mechanik ist die effektivste 30-Min-Implementierung im ganzen Stack. Wer keine andere Automation baut, sollte mindestens diese eine bauen.

Workflows 4 bis 6: CRM-Sync

CRM-Sync ist die zweite Kategorie mit hohem ROI. Hier sparst du nicht primär Zeit, sondern verhinderst Datenverlust und Pipeline-Lecks.

#04

Calendly-Booking zu CRM-Deal-Creation

Medium
Trigger:
Neuer Termin in Calendly oder Cal.com gebucht
Was:
Router mit 5 parallelen Pfaden: CRM-Deal anlegen (Pipedrive oder HubSpot), Google-Calendar-Event mit Briefing, Slack-Channel-Post, Notion-Briefing-Doc aus Template, Vorbereitungs-Mail an Sales-Rep.
Warum:
Eine Booking löst fünf Folge-Aktionen aus, kein manuelles Abtippen. Sales-Rep geht mit voller Vorbereitung in den Call.
Operations:
5 bis 7 Operations pro Booking

Multi-Tool-Sync-Architektur

Calendly-Webhook trifft Make-Router. Fünf parallele Pfade laufen gleichzeitig: CRM-Deal in Pipedrive oder HubSpot anlegen, Google-Calendar-Event mit Briefing erstellen, Slack-Channel-Post mit Lead-Briefing senden, Notion-Page aus Template klonen und mit Lead-Daten füllen, Vorbereitungs-Mail an SDR senden. Eine Booking, fünf parallele Aktionen, 90 Sekunden Setup-Zeit pro Lead.

#05

LinkedIn-Connection zu CRM

Medium
Trigger:
Neue Connection in LinkedIn akzeptiert (via HeyReach-Webhook)
Was:
Neue Connection per Webhook aus HeyReach in CRM importieren. ICP-Score berechnen aus Profil-Daten (Position, Firma, Industrie). A-Scores triggern Sales-Sequenz, B-Scores landen in Nurture-Liste, C-Scores in Suppression.
Warum:
LinkedIn-Reach skaliert nur wenn Connections in einem geschlossenen Sales-Loop landen. Manuelles Übertragen klappt bis 30 pro Woche, dann skaliert es nicht.
Operations:
4 bis 6 Operations pro Connection

LinkedIn-Connection-Loop

HeyReach-Webhook bei Connection-Accept. JSON mit LinkedIn-Profil-Daten landet in Make. ICP-Score-Berechnung (siehe Workflow 08). Bei A-Match: Lead in HubSpot anlegen plus Sales-Sequenz starten. Bei B-Match: in Nurture-Liste plus monatliche Touch-Sequenz. Bei C-Match: Suppression-Liste plus Disqualified-Tag. Wichtig: LinkedIn-Connections haben anderen Tonality-Standard als Cold-Email-Empfänger, Sequenz muss angepasst sein.

#06

Webhook vom Website-Form zu Slack und CRM

Easy
Trigger:
Form-Submit auf Website (Hero, Pricing, Contact)
Was:
Webhook empfängt JSON, Spam-Check via Honeypot, Lead in CRM anlegen, ICP-Match prüfen (Firma-Lookup via Clay), Slack-Alert mit Briefing an Sales-Team. Bei hohem ICP-Match: SMS-Notification an Founder.
Warum:
Inbound-Leads brauchen unter 5 Min Response-Zeit für 8x höhere Conversion. Manuelles Form-Inbox-Checken kostet eine SDR-Stunde pro Tag.
Operations:
4 Operations pro Form-Submit

Form-zu-Slack-Webhook

Inbound-Leads sind 8x wertvoller als Outbound-Leads, weil sie aktiv Interesse zeigen. Response-Zeit unter 5 Min korreliert mit 8x höherer Conversion-Rate. Make-Setup: Webhook auf Website (Hero-Form, Contact-Page, Pricing-Page) sendet JSON an Make. Honeypot-Check gegen Spam-Bots. Firma-Lookup via Clay. ICP-Match-Berechnung. Bei hohem Match: Slack-DM an Founder plus SMS-Alert. Bei niedrigem Match: nur Channel-Post.

Workflows 7 bis 8: Reply-Handling

Reply-Handling-Automatisierung verhindert, dass dein Inbox-Management mit dem Lead-Volumen mitskaliert. Ab 200 Replies pro Monat ist manuelle Sortierung nicht mehr machbar.

#07

Daily-Reporting-Email mit Aggregations

Advanced
Trigger:
Schedule: Werktags 08:00 Uhr
Was:
Daten aus CRM (HubSpot oder Pipedrive), Instantly und Calendly aggregieren. Berechnung: neue Leads, qualifizierte Termine, Pipeline-Wert, Reply-Rate, Cost-per-Meeting. Email an Founder plus Slack-Channel-Post mit One-Liner.
Warum:
Sales-Lead muss nicht in 4 Tools schauen um zu wissen wie der Tag steht. Reporting wird zur Hintergrund-Routine statt Excel-Bastelei am Freitagabend.
Operations:
10 bis 15 Operations pro Lauf

Daily-Reporting-Email Setup

Schedule-Trigger: Werktags 08:00 Uhr Frankfurt-Zeit. Module 1 bis 3: HubSpot-API zieht alle Deals, Activities und Stage-Changes der letzten 24 Stunden. Modul 4: Instantly-API holt Sequenz-Stats (Sent, Reply, Bounce). Modul 5: Calendly-API für gebuchte Termine. Modul 6 bis 7: Aggregation in Make-Variables, Berechnung von Reply-Rate, Cost-per-Meeting, Pipeline-Wert. Modul 8: Email an Founder mit HTML-Tabelle. Modul 9: Slack-One-Liner im Founder-Channel.

#08

Lead-Scoring mit OpenAI

Advanced
Trigger:
Neuer Lead in CRM
Was:
OpenAI-Modul bekommt Lead-Daten (Firma-Bio, Industrie, LinkedIn-Profil-Auszug) und gibt strukturierten Score zurück: 1 bis 100 plus drei Pain-Point-Tags. Score wird als CRM-Custom-Field gespeichert. Über 75 = Hot, 40 bis 74 = Warm, unter 40 = Cold.
Warum:
Manuelle Lead-Qualifizierung skaliert nicht über 100 Leads pro Woche. AI-Scoring übernimmt 80 Prozent der Vorqualifizierung mit guter Trefferquote.
Operations:
3 bis 4 Operations plus OpenAI-Tokens (ca. 0,008 USD pro Lead)

Lead-Scoring mit OpenAI Setup

OpenAI-Modul in Make: gpt-4o-mini reicht (Tokens günstiger, Score-Qualität fast identisch). Prompt-Template: „Du bist ein Sales-Qualifizier. Bewerte folgenden Lead auf einer Skala von 1 bis 100 basierend auf ICP-Match für Outbound-B2B-SaaS-Services. ICP-Definition: [hier deine Definition]. Lead-Daten: [Firma, Industrie, LinkedIn-Profil]. Output strikt als JSON mit Score und drei Pain-Point-Tags." Costs: 0,005 bis 0,01 USD pro Lead. Bei 2.000 Leads pro Monat: 10 bis 20 USD OpenAI-Kosten.

Kostenloses Asset

Make-Templates als JSON-Export

10 fertige Make-Szenarien als Blueprint-JSON. In Make-Konto importieren, API-Keys eintragen, läuft. Setup in 30 Min statt 2 Stunden pro Workflow. Plus Error-Handler und Filter sind schon drin.

Templates anfordern

Workflows 9 bis 10: Reporting

Reporting-Automation befreit den Sales-Lead von manueller Excel-Bastelei. Beide Workflows laufen scheduled oder triggert-basiert.

#09

Bounceback-Cleaner (Email zu CRM-Status)

Easy
Trigger:
Bounce-Event aus Instantly oder Smartlead
Was:
Hard-Bounce: Lead-Status in CRM auf 'Disqualified' setzen, in Suppression-Liste eintragen, aus allen aktiven Sequenzen entfernen. Soft-Bounce: Pause für 14 Tage, dann Retry mit anderer Inbox.
Warum:
Bounce-Hygiene ist Pflicht für Domain-Reputation. Wer Hard-Bounces nicht aussortiert, verbrennt seine Sending-Domain in 8 bis 12 Wochen.
Operations:
3 Operations pro Bounce-Event

Bounceback-Cleaner-Mechanik

Hard-Bounces verbrennen Domain-Reputation. Jeder nicht-aussortierte Hard-Bounce zählt als negatives Signal beim Receiving-Provider. Setup: Instantly-Webhook bei jedem Bounce-Event. Filter nach Bounce-Type. Bei Hard: CRM-Modul „Update Contact" auf Disqualified plus Suppression-Liste-Eintrag plus aus allen Sequenzen entfernen. Bei Soft: Pause-Status für 14 Tage, danach Retry-Workflow mit alternativer Inbox triggern.

#10

Multi-Inbox-Status-Aggregator

Advanced
Trigger:
Schedule: stündlich
Was:
Bei Setups mit 6 bis 30 Sending-Inboxen (Instantly oder Smartlead). API-Pull pro Inbox: Domain-Health-Score, Daily-Volume, Bounce-Rate, Reply-Rate. Aggregation in Google Sheet. Inboxen mit Health unter 80 oder Bounce über 4 Prozent automatisch pausieren.
Warum:
Bei großem Volumen verbrennen einzelne Inboxen langsam. Manuelles Monitoring per Dashboard-Klick skaliert nicht über 10 Inboxen. Automatisch geht ohne SDR-Aufwand.
Operations:
6 bis 10 Operations pro Inbox pro Lauf

Multi-Inbox-Status-Aggregator

Schedule-Trigger: stündlich. Iterator durchläuft alle Sending-Inboxen (typisch 6 bis 30 bei Mid-Volume-Setups). Pro Inbox: API-Call zu Instantly oder Smartlead für Domain-Health-Score, Daily-Volume, Bounce-Rate, Reply-Rate. Aggregation in Google Sheet. Auto-Pause bei Health unter 80 Prozent oder Bounce über 4 Prozent. Slack-Alert an Operations-Channel mit Inbox-Details und Vorschlag zur Recovery.

Make vs n8n vs Zapier

Drei Tools, drei Trade-offs. Hier die Schnell-Entscheidungs-Matrix.

Dimension
Make
Zapier
n8n
Pricing pro Operation
ca. 0,0009 USD
0,003 bis 0,01 USD
self-hosted ca. 0 USD
Anzahl Apps
1.500 plus
5.000 plus
350 plus (plus Custom)
EU-Hosting / DSGVO
Frankfurt-DC wählbar
US-Standard, EU optional
self-hosted, volle Kontrolle
Lernkurve
Mittel
Niedrig
Hoch
Error-Handling
Stark, visuell
Mittel
Stark, Code-basiert
Setup-Aufwand
Niedrig bis Mittel
Niedrig
Hoch (Server, Auth)
Best für
Sales-Standard-Stack
Maximale Einfachheit
Sensitive Daten, DevOps-Team

n8n ist eine echte Option, wenn du DevOps-Kapazität hast und sensitive Daten verarbeitest. Self-hosted in EU bedeutet volle Kontrolle, aber auch volle Verantwortung für Updates und Security. Für Standard-Sales geht 95 Prozent der Workflows in Make schneller und ohne Wartungsaufwand.

Faustregel: Standard-Sales-Stack (HubSpot, Pipedrive, Apollo, Instantly, Slack) gehört zu Make. Exotische Tools oder strenge DSGVO-Anforderungen sprechen für n8n self-hosted. Maximale Einfachheit ohne Preis-Sensitivität bedeutet Zapier.

Pricing-Tiers im Detail

Operations skalieren linear mit Lead-Volumen und Workflow-Anzahl. Hier die wichtigsten Pricing-Tiers und für wen sie wirklich passen.

Plan
Preis/Monat
Operations
Wann sinnvoll
Free
0 USD
1.000 Ops
1 bis 2 Workflows zum Testen, Lead-Magnet-Form, einfacher Slack-Alert
Core
9 USD
10.000 Ops
Solo-Founder oder kleines Sales-Team mit 4 bis 6 Workflows und unter 1.500 Leads/Monat
Pro
16 USD
10.000 Ops plus Tools
Wachstums-Sales-Team mit 8 plus Workflows, Conditional-Logic, Custom-Variables
Teams
29 USD
10.000 Ops, Multi-User
Mehrere SDRs die zusammen an Workflows arbeiten, Shared-Connections
Enterprise
ab 99 USD
150.000 plus Ops, SLA
Agenturen mit Multi-Mandanten-Setups, 30 plus Production-Workflows

Wichtiger Hinweis: jeder Workflow hat versteckte Operations durch Error-Handler und Filter-Branches. Wer 5 Operations pro Lead pro Workflow rechnet, liegt im Schnitt gut. Bei 1.000 Leads und 5 Workflows: 25.000 Operations, also Pro-Plan zwingend. Make-Operations rollen nicht in den Folgemonat über, sondern werden monatlich zurückgesetzt.

Für DACH-Mandanten: Plan-Wechsel ist jederzeit möglich, aber Make rechnet pro-rata zum nächsten Billing-Cycle. Free-Plan reicht für die ersten 2 Wochen Testing. Danach direkt Pro-Plan, weil Core in der Regel zu schnell ausläuft.

Häufige Setup-Fehler

Drei Anti-Patterns sehen wir in über 80 Prozent der ungemanagten Make-Setups, die wir bei Onboardings übernehmen.

Fehler 1: Workflows ohne Error-Handling

Production-Workflows brauchen Error-Handler-Module. Wenn ein API-Call fehlschlägt (abgelaufener Key, Rate-Limit, Schema-Change), läuft der Workflow stumm leer. Standard: jedes External-Module hat einen Error-Handler-Branch, der einen Slack-Alert sendet und den Lead in eine Manual-Review-Liste schiebt. Setup-Aufwand: 5 bis 10 Min pro Workflow. Spart Tage Debugging, wenn etwas kaputt geht.

Fehler 2: Operations-Verschwendung durch späte Filter

Wenn ein Workflow 10.000 mal pro Monat läuft, aber nur 800 Leads wirklich relevant sind, multipliziert sich die Verschwendung. Wer den Filter nach 5 Modulen setzt statt nach 1, verbraucht 8x mehr Operations. Filter direkt nach dem Trigger schalten, vor jedem teuren API-Call. Faustregel: pro Workflow-Lauf so früh wie möglich aussortieren.

Fehler 3: Workflows als Black-Box ohne Doku

Make-Setups werden über Monate gebaut, dann verlässt der Builder das Team. Niemand weiß mehr, was Workflow #23 macht. Standard: jeder Workflow hat im Make-Notes-Feld eine 3-Zeilen-Beschreibung (Trigger, Was, Warum). Optional: Notion-Doku mit Architektur-Diagramm oder ein kurzes Loom-Video pro Production-Workflow. Setup-Aufwand: 5 Min pro Workflow, spart Monate Onboarding-Aufwand bei Personalwechsel.

Fehler 4: Webhook-URLs ungesichert

Standardproblem: Webhook-URL wird in Form-Code öffentlich eingebaut, jeder kann den Endpoint mit Spam-Requests fluten. Lösung: Webhook nimmt einen Secret-Header an (z.B. X-Make-Token) plus Rate-Limit-Filter pro IP. Ohne diese Absicherung schießt ein Skript-Kiddie deine 10.000 Operations in einer Nacht weg.

Make ist mächtig, aber wer es nicht diszipliniert betreibt, baut sich technische Schulden auf. Error-Handling, Filter-Discipline, Workflow-Doku und Webhook-Security sind Pflicht ab dem 5. Production-Workflow. Wer das beachtet, kommt mit zwei Mandanten-Setups gleichzeitig zurecht.

Häufige Fragen

Free-Plan reicht für 1 bis 2 einfache Szenarien mit 1.000 Operations pro Monat. Core-Plan kostet 9 USD und gibt dir 10.000 Operations, was für 4 bis 6 typische Workflows reicht. Pro-Plan mit 16 USD ist der Standard für Teams mit 10 plus Workflows. Wer über 50.000 Operations pro Monat braucht, landet bei Teams-Plan mit 29 USD oder Enterprise-Plan ab 99 USD. Faustregel: 5 Operations pro Lead pro Workflow. Bei 1.000 Leads pro Monat und 4 Workflows landest du bei 20.000 Operations, also Pro-Plan.
Make ist 3 bis 5x günstiger pro Operation als Zapier, hat aber weniger Apps (1.500 vs 5.000 plus). Für 80 Prozent der Sales-Use-Cases reicht Make. n8n ist self-hosted und langfristig günstiger pro Operation (theoretisch 0 Euro), braucht aber DevOps-Kapazität und einen eigenen Server. Empfehlung: Sales-Team mit Standard-Stack aus HubSpot, Pipedrive, Apollo und Instantly gehört zu Make. Teams mit strikter DSGVO-Anforderung oder exotischen Tools fahren mit n8n besser. Wer maximale Einfachheit will und Preis egal ist, nimmt Zapier.
Für 70 Prozent der Standard-Workflows reicht Drag-and-Drop. Make hat einen visuellen Editor mit Pre-Built-Modulen für alle gängigen Tools. Für Advanced-Use-Cases mit JSON-Manipulation, Regex-Filtern oder Conditional-Branching hilft Basic-JavaScript, ist aber nicht zwingend. Wer mit Excel-Formeln umgehen kann, kommt mit Make zurecht. Schwieriger wird es ab dem Punkt wo eigene HTTP-APIs eingebunden werden oder Custom-Variables über mehrere Module hinweg gemanagt werden müssen.
Ein Lead-Routing-Workflow von Apollo über Validation in CRM und Slack verbraucht 4 bis 8 Operations pro Lead. Bei 500 Leads pro Monat sind das 2.000 bis 4.000 Operations. Bei 2.000 Leads bist du bei 10.000 plus Operations und brauchst Pro-Plan. Ein einfacher Slack-Alert bei Reply verbraucht 2 Operations. Ein Multi-Tool-Sync (Calendly in HubSpot plus Google Calendar plus Slack plus Notion) verbraucht 5 bis 7 Operations pro Booking.
Die häufigsten Ursachen: API-Keys laufen ab, Apps ändern ihre Schemas oder Rate-Limits werden überschritten. Make hat Error-Handler-Module die du in jedem Production-Workflow einbauen solltest. Der Standard: jeder External-API-Call hat einen Error-Branch der einen Slack-Alert sendet und den Lead in eine Manual-Review-Liste schiebt. Wer das nicht baut, merkt erst nach Tagen dass der Workflow steht und Leads versanden. 5 bis 10 Min Setup pro Workflow, spart Tage Debugging später.
Ja. Make bietet EU-Rechenzentren in Frankfurt, die du beim Account-Setup wählst. Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) ist standardmäßig verfügbar. Sensitive Daten wie Email-Inhalte werden während der Workflow-Ausführung verarbeitet aber nicht permanent gespeichert, außer du loggst aktiv in einen Datenstore. Für hochsensible Workflows (z.B. Patientendaten in Healthcare-Kontexten) empfehlen wir trotzdem n8n self-hosted, weil du dann volle Kontrolle über die Datenflüsse hast.
HubSpot-Workflows oder Pipedrive-Automationen reichen für 30 Prozent der Cases. Sobald du Daten zwischen 3 plus Tools synchronisiert (z.B. Apollo in Instantly in HubSpot in Slack), wird Make zwingend. Native CRM-Workflows enden bei der CRM-Grenze. Make orchestriert die ganze Tool-Landschaft. Faustregel: wer mehr als zwei Tools im Outbound-Stack hat, spart mit Make pro Monat 8 bis 15 Stunden manuelles Daten-Hin-und-Her.
Workflow 01 bis 03 (Lead-Routing) liegen bei je 30 bis 90 Min Setup-Zeit. Workflow 04 bis 06 (CRM-Sync) brauchen wegen Multi-Tool-Logik je 1 bis 2 h. Workflow 07 bis 08 (Reply-Handling) sind in 45 Min eingerichtet. Workflow 09 bis 10 (Reporting und Reactivation) brauchen wegen Scheduling und Aggregation je 1,5 bis 2 h. Gesamt-Setup mit Testing und Dokumentation: 14 bis 20 Arbeitsstunden. Wer schon Make-Erfahrung hat, kommt auf 8 bis 12 Stunden runter.
Tom Schiller
Über den Autor

Tom Schiller

Founder, Grundwerk Digital

Tom hat über 200 Make-Workflows in Sales-Setups gebaut, vom Solo-Founder bis zur Multi-Mandanten-Agentur. Davor 9 Jahre Sales und Operations bei zwei SaaS-Companies. Jetzt Production-Insights aus über 40 laufenden Mandaten. Schreibt hier über das, was wirklich skaliert.

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    Lasse Petry
    Lasse Petry
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    "28 Termine, davon mehr als 240k Dealsize closed, in nur 74 Tagen. Das Team von Grundwerk lebt AI und pusht unsere Sales-Prozesse mit minimalem internem Aufwand."

    Tim Kuesters
    Tim Kuesters
    Geschäftsführer, Birdsview
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    Stephan Meinecke
    Stephan Meinecke
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    Philipp Köhnlein
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    Ingo Boldt
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  • "Die Zusammenarbeit mit GWD war geprägt von viel Beratung und Unterstützung unseren Email-Outreach zu professionalisieren und zum Erfolg zu bringen."

    Nico Stöckel
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  • "Die Beratung ist auf den Punkt, das Know-how wirklich hilfreich und immer wieder kommen Impulse, auf die wir alleine wahrscheinlich nicht gekommen wären."

    Marc Meyer
    Marc Meyer
    Geschäftsführer, echte Media
  • "Top engagiertes und professionelles Team. Grundwerk reagiert flexibel und schnell auf neue Situationen."

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  • 12Events betreut

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    Ingo Boldt
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    Tassilo
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    Geschäftsführer, XDi
  • "Das Grundwerk Digital Scraping Team hat für CCV überaus akkurate Leads aus mehreren Deutschen Bundesländern gezogen."

    Michael Fischer
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    Sales Lead SME Payment Solutions, CCV
  • "Grundwerk Digital hat mit uns erfolgreiche LinkedIn und Email-Kampagnen durchgeführt und bei der Implementierung von top-aktuellen Outreach-Prozessen höchst professionell beraten."

    Alexander Kohler
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  • "Wir haben wesentlich mehr Leads generiert und vor allem sind unsere Leads sehr viel hochwertiger als das die Jahre davor war."

    Andreas Glemser
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    Geschäftsführer, COCOMIN AG
  • "Sehr gutes Konzept und ein wirklich professioneller Ansatz im Bereich Outreach und Partnerschaften."

    Jackomo Kallen
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  • "Das Grundwerk Digital Scraping Team hat für CCV überaus akkurate Leads aus mehreren Deutschen Bundesländern gezogen."

    Michael Fischer
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  • "Sehr gutes Konzept und ein wirklich professioneller Ansatz im Bereich Outreach und Partnerschaften."

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Anthony Katzur
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Anthony Katzur, Head of Sales · Grundwerk Digital
Macht ihr aktuell schon Outreach?