COLD EMAIL
ApolloApolloInstantlyInstantlyClayClayPillar 24 Min

Der komplette B2B Cold Email Guide 2026

Von ICP-Definition bis Reply-Routing. Was wir über 500-plus B2B-Outbound-Kampagnen gelernt haben, in einer durchgehenden Anleitung.

Tom Schiller
Tom Schiller
Founder, Grundwerk Digital
22. Mai 202624 Min. Lesezeit
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Was zählt als Cold Email

Cold Email ist initiierte Kommunikation ohne vorhergehende Beziehung zwischen Absender und Empfänger, mit klarem Geschäfts-Anliegen, an eine Geschäfts-Email-Adresse gerichtet. Kein Newsletter. Keine Reaktion auf einen Form-Submit. Kein Follow-up auf eine Visitenkarten-Übergabe. Direkter, asynchroner Erstkontakt.

Was Cold Email NICHT ist: Spam ohne Geschäfts-Bezug. Mass-Mails an private Adressen. Nachrichten ohne klares Anliegen oder ohne Opt-out. Cold Email lebt im B2B-Kontext und folgt klaren Regeln, die seit Jahren etabliert sind. Wer die Regeln bricht, wird nicht nur ignoriert, sondern aktiv blockiert von Spam-Filtern und potenziell rechtlich verfolgt.

Cold Email ist nicht Spam. Spam ist Cold Email die ihre Hausaufgaben nicht gemacht hat."

Dieser Guide ist die Hausaufgabe. Zwölf Sektionen, von der ICP-Definition bis zum Reply-Routing. Wer alles richtig macht, landet bei 2 bis 5 Prozent Reply-Rate, baut planbare Termin-Pipelines und schützt seine Domain-Reputation langfristig. Wer Schritte überspringt, brennt Domains ab und wundert sich nach 60 Tagen über fehlende Termine.

ICP: die fünf Fragen die alles entscheiden

Vor jedem Tool-Setup steht der ICP. Ideal Customer Profile. Wer ist die Person, die kaufen wird, in welcher Firma, mit welchem Pain. Wir nutzen fünf Fragen, die in einem 60-Minuten-Workshop mit dem Founder klar werden.

Frage 1: Welche Firmen-Größe

Mitarbeiter-Zahl, Umsatz, Funding-Stage. Konkret: 20 bis 50 MA SaaS-Companies in Series-A-Phase. Oder: 100 bis 500 MA Mittelstand mit mehr als 20 Mio Euro Umsatz. Oder: 5 bis 15 MA Agenturen mit Wachstums-Plan. Je präziser, desto besser. Wer „KMU in DACH" als ICP angibt, hat keinen ICP, sondern eine Marktbeschreibung.

Frage 2: Welche Branche

Vertikale Branche oder horizontale Funktion. Vertikal: B2B-SaaS, Manufacturing, Healthcare, Legal. Horizontal: Marketing-Teams, Sales-Teams, RevOps-Teams. Manche Setups funktionieren vertikal (Cold Email an alle SHK-Betriebe), andere horizontal (Cold Email an alle CMOs in Europa). Hybrid ist möglich aber komplexer im Sequenz-Design.

Frage 3: Welche Funktion oder Rolle

Welche Person in der Ziel-Firma ist Buyer oder Decision-Influencer. CEO, COO, Head of Sales, IT-Leitung, Marketing-Leitung. Bei höheren Deal-Sizes oft mehrere Personen in unterschiedlichen Funktionen (Buying-Committee). Pro Persona eine eigene Sequenz mit eigenem Argument.

Frage 4: Welcher Pain rechtfertigt einen Termin

Was tut dem Buyer aktuell weh genug, dass er einen Fremden 30 Minuten anhört. Konkret: „Pipeline-Coverage ist unter 3x", „SDR-Team verbrennt 70 Prozent der Leads", „Reporting kommt aus drei verschiedenen Tools". Vage Pains („Effizienz steigern", „mehr Wachstum") sind keine Pains, sondern Marketing-Sprache. Echte Pains sind spezifisch und beziffert.

Frage 5: Welche Trigger-Events erhöhen Kaufwahrscheinlichkeit

Was passiert in der Ziel-Firma, das deine Lösung gerade besonders relevant macht. Funding-Round (mehr Budget), neue Hire in der Ziel-Persona (frische Augen, will Erfolge), neuer Tech-Stack (Migration-Schmerz), Wachstumsphase. Trigger-Events sind das beste Targeting-Signal in 2026 und werden von Tools wie Clay, Common Room oder LinkedIn Sales Navigator geliefert.

Wer alle fünf Fragen sauber beantworten kann, hat einen ICP. Wer auf eine der fünf nur schwammig antwortet, sollte nicht mit Cold Email starten, sondern erst die ICP-Definition nachholen.

Listenbau: Quellen plus Validierung

Mit klarem ICP geht es an die Listen. Drei Wege.

Single-Source via Apollo

Apollo liefert 275 Mio Profile aus einer Quelle. Schnellste Option, gut für ICPs im Mid-Market US und solide in DACH bei Companies über 20 MA. Match-Rate auf Email-Adressen liegt bei 55 bis 65 Prozent in DACH. Heißt: bei 1.000 Lookups bekommst du 600 valide Mails.

Waterfall-Multi-Source via Clay

Clay orchestriert mehrere Quellen parallel. Setzt Apollo, Hunter, BetterContact, Findymail, Prospeo in Reihe ein und nimmt die erste valide Email pro Lead. Match-Rate auf 90 Prozent plus, dafür 30 bis 60 Prozent höhere Daten-Kosten. Standard für Volumen-Setups über 5.000 Mails pro Monat oder bei Premium-Targets wo jede Lead-Gen-Lücke teuer ist.

Branchen-Verzeichnisse plus Eigenrecherche

Für lokale oder handwerkliche Branchen oft die beste Quelle. Handwerks-Kammern, Industrie- und Handelskammern, Arzt-Verzeichnisse, Hotel-Listen. Plus eigene Scrapes der Firmen-Websites (rechtlich grau, technisch über Apify oder selbstgebaute Scraper möglich). Datenqualität schwankt, aber Coverage in Nischen-Branchen ist oft besser als bei Apollo.

Validation ist Pflicht

Egal welche Quelle: jede Liste vor Versand validieren. Tools: BounceBan, BetterContact, Prospeo. Pro Email-Check 0,005 bis 0,015 Euro. Ergebnis: catch-all, valid, invalid, role-based, disposable. Versendet wird nur an „valid". Bei „catch-all" mit reduziertem Volumen testen, „invalid" und „disposable" rauswerfen.

Domain-Setup: Sub-Domains, DKIM, SPF, DMARC

Cold Email läuft NIEMALS aus der Haupt-Geschäfts-Domain. Standard: Haupt-Domain für reale Kommunikation, separate Sub-Domains für Cold-Email-Versand. Setup pro Sub-Domain.

Sub-Domain registrieren

Bei IONOS, GoDaddy oder Cloudflare. Beispiele: mail.deinefirma.de, get.deinefirma.de, hi.deinefirma.de. Pro Sub-Domain 15 bis 25 Euro pro Jahr. 3 bis 5 Sub-Domains für Solo-Setups, 5 bis 10 für SDR-Teams.

DNS-Records einrichten

  • SPF: Liste der berechtigten Versand-Server. Format: `v=spf1 include:_spf.google.com ~all`
  • DKIM: Kryptografische Signatur. Wird vom Email-Anbieter generiert (Google Workspace, Microsoft 365, MasterInbox). Als TXT-Record bei der Sub-Domain hinterlegen.
  • DMARC: Policy für Empfänger-Server, was bei SPF/DKIM-Fail passieren soll. Start mit `p=none` (nur Reporting), nach 4 bis 6 Wochen auf `p=quarantine` upgraden.

Verifikation über MXToolbox. Wer ohne korrekt gesetzte DKIM/SPF/DMARC versendet, landet in 60 bis 80 Prozent der Fälle in Spam.

Sender-Inboxes anlegen

2 bis 3 Inboxes pro Sub-Domain. Über Google Workspace (6 Dollar pro Inbox pro Monat) oder über MasterInbox für gebündelte Cold-Email-spezifische Inboxes. Beispiele: tom@mail.deinefirma.de, anna@mail.deinefirma.de.

Inbox-Warmup: 21 Tage Pflicht

Frisch angelegte Inboxes haben null Sender-Reputation. Wer am Tag 1 mit 50 Cold-Mails startet, landet am Tag 3 in Spam und kommt nicht mehr raus. Lösung: 21 Tage Warmup mit Tools wie Lemwarm, Mailwarm oder dem in Instantly eingebauten Warmup.

Wie Warmup funktioniert

Warmup-Tools senden im Hintergrund automatische Mails an andere Warmup-Inboxes (Pool von 5.000 plus Inboxes), markieren sie als „wichtig", öffnen, antworten. Spam-Filter lernen: diese Inbox bekommt Engagement, ist legitim. Nach 21 Tagen ist die Reputation aufgebaut und du kannst Cold-Email starten.

Warmup-Schedule

  • Woche 1: 10 bis 15 Warmup-Mails pro Tag pro Inbox.
  • Woche 2: 20 bis 30 Warmup-Mails pro Tag pro Inbox.
  • Woche 3: 35 bis 45 Warmup-Mails pro Tag pro Inbox.
  • Ab Woche 4: Cold-Email starten, Warmup parallel auf 50 Prozent reduzieren (nicht abschalten).

Während Warmup keine echten Cold-Mails versenden. Auch keine Geschäfts-Mails. Inbox liegt brach für 21 Tage außer dem automatischen Warmup-Verkehr.

Sequenz-Architektur

Drei bis fünf Touchpoints über vier bis sechs Wochen ist der Standard. Aufbau.

Touch 1: Opener

Maximal 80 Wörter. Persönlicher Opener (warum genau diese Person), klares Anliegen, Soft-Ask (kein „Demo buchen", eher „passt das Thema zu dir"). Reply-Wahrscheinlichkeit hier am höchsten, weil noch nicht ignoriert.

Touch 2: Re-Frame (Tag 4 bis 6)

Anderes Argument, gleiches Anliegen. Bezug auf Touch 1 ohne Vorwurf („Falls Touch 1 in der Inbox versickert ist..."). Maximal 60 Wörter.

Touch 3: Social Proof (Tag 9 bis 12)

Konkrete Case Study oder Zahl. „Smart Bridges hat in 74 Tagen 28 Termine gebaut, hier ist wie." Verweist auf einen Asset (Case-PDF, Loom-Video, Blog-Post). Touch 3 ist statistisch der schwächste, aber nötig für die Sequenz-Kontinuität.

Touch 4: Last Bump (Tag 16 bis 20)

Kurz. Direkt. „Letzter Touch. Macht das Thema Sinn für dich oder soll ich dich aus der Liste nehmen". Oft 8 bis 15 Prozent Reply-Rate auf Last-Bump alleine, weil Empfänger entscheiden.

Touch 5 (optional): Soft-Close

Nur bei höheren Deal-Sizes. „Falls jetzt nicht der richtige Zeitpunkt ist: hier ist der Link wenn du in 6 Monaten nochmal schauen willst." Nicht aufdringlich, hält die Tür offen.

Sample

Cold-Email-Pre-Launch-Checkliste

44 Items die du vor jedem Kampagnen-Start abhaken solltest. Domain-Setup, DNS-Records, Inbox-Warmup, Sequenz-QA, Validation. Genau die Liste die wir bei jedem GWD-Onboarding nutzen.

Checkliste anfordern

Personalisierung die wirklich liftet

Drei Personalisierungs-Layer, sortiert nach Aufwand und Reply-Lift.

Layer 1: Liquid-Variables (Standard, niedriger Aufwand)

Vorname, Firmenname, Branche, Stadt direkt in Subject und Opener. Reply-Lift gegenüber Generic-Mail: 30 bis 50 Prozent. Kostet pro Sequenz 5 Minuten Setup-Aufwand, ist Pflicht.

Layer 2: Trigger-basierte Opener (mittlerer Aufwand)

Bezug auf konkrete Trigger-Events. „Glückwunsch zur Series-A", „neue Hire im Sales-Team", „neuer Office in Berlin". Daten kommen über LinkedIn Sales Navigator, Clay-Trigger-Module, oder PR-Feeds. Reply-Lift: 50 bis 100 Prozent. Aufwand: 30 Sekunden pro Lead bei sauberem Setup.

Layer 3: Hyper-personalisierte AI-Opener (hoher Aufwand, höchster Lift)

AI generiert pro Lead einen einzigartigen Opener-Satz aus dem LinkedIn-Profil oder dem Company-Blog. Tools wie Lemlist AI-Opener oder Custom-Workflows in Clay mit OpenAI. Reply-Lift bei guten Prompts: 100 bis 200 Prozent. Risiko: AI-Fehlinterpretationen die peinlich werden. Faustregel: AI-Opener manuell stichproben, mindestens 10 Prozent der Mails vor Versand checken.

Liquid-Variables sind keine Personalisierung. Sie sind Mindeststandard. Echte Personalisierung beginnt bei Trigger-Events."

Versand: Volumen, Limits, Reputation

Sender-Reputation ist der einzige Hebel der langfristig zählt. Drei Regeln.

Regel 1: Pro Inbox max 30 bis 40 Cold-Mails pro Tag

Über 50 pro Tag killst du langfristig die Reputation. Wer 1.000 Mails pro Tag will, braucht 25 bis 35 Inboxes (über 5 bis 10 Sub-Domains verteilt). Die Faustregel ist pro 200 bis 400 Mails pro Tag eine Inbox zusätzlich.

Regel 2: Bounce-Rate unter 3 Prozent halten

Über 5 Prozent ist Warning. Über 10 Prozent ist Critical und führt zu Account-Suspensions bei den großen Email-Providern. Lösung: Validation-Layer einbauen, Listen sauber halten, bei Spitzen sofort pausieren.

Regel 3: Spam-Complaint-Rate unter 0,1 Prozent

Google trackt das streng. Über 0,3 Prozent landest du dauerhaft in Spam-Filtern. Ursachen: zu aggressives Volumen, falsche Persona, schlechter Opt-out, irreführende Subject-Lines. Wer eine Spam-Beschwerde bekommt, sofort die Adresse aus allen Listen entfernen plus Ursache analysieren.

Wöchentlicher Health-Check über Google Postmaster Tools und GlockApps. Inbox-Placement-Tests vor jedem größeren Send.

Reply-Routing und Klassifikation

Replies kommen in vier Kategorien. Pro Kategorie ein Handling.

  • Hot: klares Interesse, Demo-Anfrage, Termin-Vorschlag. → Direkt an Sales-Person weiterleiten, Calendly-Link senden, in CRM als „Hot Lead" markieren.
  • Cold: kein Interesse, höfliche Absage, „nicht jetzt". → In Nurture-Sequenz packen für 6 Monate später, aus aktiver Sequenz raus.
  • OOO (Out of Office): automatische Abwesenheits-Notification. → Sequenz pausieren, in 7 bis 14 Tagen wieder aufnehmen wenn der Empfänger zurück ist.
  • Bounce: Email-Adresse ungültig, Mailbox voll, Spam-Filter. → Sofort aus Liste entfernen, bei Soft-Bounce nach 24 Stunden einmal retry, bei Hard-Bounce permanent suppress.

Manuelle Klassifikation für 50 plus Replies pro Tag wird operativ unmöglich. Lösungen: Instantly Unibox mit AI-Klassifikation, oder Custom-Workflow über n8n mit OpenAI-API. Reply-Klassifikation-Genauigkeit: 75 bis 85 Prozent bei AI, 95 bis 99 Prozent bei manuell. Hybrid: AI macht Vor-Klassifikation, Mensch checkt nur die Hot-Replies.

Pre-Launch-Checkliste

Bevor der erste Send raus geht, dieser Check. Wir nennen ihn intern „die 12 von 60". Zwölf Items, die in Stunde 60 vor dem Launch abgehakt werden müssen.

  • Alle Sub-Domains sind 21 plus Tage gewarmt.
  • DKIM, SPF, DMARC sind über MXToolbox verifiziert (alle drei grün).
  • DMARC steht auf `p=none` (Reporting-Mode), nicht aggressiver in Woche 1.
  • Liste ist durch Validation gelaufen, Bounce-Risiko unter 3 Prozent.
  • Jede Mail in der Sequenz ist auf einem Test-Inbox gepostet und manuell geprüft.
  • Subject-Lines sind nicht in Spam-Trigger-Listen (Caps-Lock, „Free", „!!!").
  • Personalisierungs-Variables sind getestet (kein „Hi {first_name}").
  • Opt-out-Link ist in jeder Mail (Pflicht in DACH).
  • Impressum-Link ist in jeder Mail (Pflicht in DACH).
  • Pro Inbox sind nicht mehr als 30 Mails am ersten Tag geplant.
  • Reply-Routing in CRM ist vorbereitet (Hot-Lead-Notification an Sales).
  • Wöchentlicher Health-Check-Prozess steht (Postmaster, Bounce-Rate, Spam-Complaints).

Wer alle 12 abhakt, ist ready. Wer auch nur drei davon überspringt, brennt sich Setup-Zeit weg, die er später teurer reparieren muss.

Häufige Fehler im 60-Tage-Onboarding

Fehler 1: Volumen vor Reputation

Team will am Tag 5 schon 500 Mails pro Tag fahren. Spam-Filter detecten den Spike, Domain wird gewarnt. Fix: 4 Wochen pilotieren, dann in 25-Prozent-Schritten pro Woche skalieren.

Fehler 2: Eine generische Sequenz für alle Personas

CMOs und IT-Leiter bekommen die gleiche Mail. Reply-Rate liegt bei 0,4 Prozent. Fix: pro Persona eigene Sequenz mit eigenem Pain-Argument. Mehr Setup-Aufwand, dafür 2 bis 3x höhere Reply-Rate.

Fehler 3: Kein Reply-Routing

Hot-Replies landen in der allgemeinen Inbox, werden 3 Tage nicht beantwortet, sind dann tot. Fix: Reply-Klassifikation plus sofortige Hot-Lead-Notification an einen Sales-Mitarbeiter mit klaren SLAs (Antwort innerhalb 4 Stunden im Werktag).

Fehler 4: Validation-Sprung

Liste wird ohne Validation versendet, weil „Apollo macht das doch automatisch". Apollo macht es nicht zuverlässig. Bounce-Rate landet bei 8 Prozent, Domain wird gestraft. Fix: vor JEDEM Send durch BounceBan oder BetterContact laufen.

Fehler 5: Domain-Setup auf Haupt-Domain

„Wir haben keine Sub-Domains, die kommen einfach von tom@firma.de". Drei Wochen später bekommt das Team keine echten Geschäfts-Mails mehr durch. Fix: SOFORT auf Sub-Domain umstellen, Haupt-Domain für 14 Tage „erholen" lassen.

Der komplette Tool-Stack

Was du für ein produktives Setup brauchst.

Layer
Tools
Zweck
Daten
Apollo (Single-Source) oder Clay (Waterfall)
Wer sind die Leads, welche Email
Validation
BounceBan, BetterContact, Prospeo
Bounce-Risiko unter 3 Prozent halten
Domain
IONOS, GoDaddy, Cloudflare
Sub-Domains für Cold-Email-Versand
Inbox
Google Workspace, MasterInbox
Sender-Identitäten pro Sub-Domain
Warmup
Lemwarm, Mailwarm, Instantly built-in
21 Tage Reputation aufbauen
Versand
Instantly oder Smartlead
Sequenz-Versand und Volumen
Personalisierung
Lemlist (Multichannel), Clay (Trigger)
Reply-Lift via Persona-Bezug
Routing
Instantly Unibox, n8n, CRM-Sync
Hot-Replies an Sales weiterleiten

Solo-Setup (bis 1.000 Mails pro Monat): Apollo Basic plus Instantly Growth. Etwa 100 Euro pro Monat.

SDR-Team (5.000 bis 10.000 Mails pro Monat): Apollo Professional plus Instantly Hypergrowth plus Lemlist Email Pro. Etwa 260 Euro pro Monat.

Agentur-Setup (30.000 plus Mails pro Monat): Apollo Organization plus Instantly Hypergrowth plus Lemlist Multichannel plus Clay als Daten-Layer. 700 bis 900 Euro pro Monat. Plus Domain-Kosten und Validation-Credits.

Häufige Fragen

60 bis 75 Tage von Domain-Kauf bis konstantem Demo-Flow. Davon 14 Tage Domain-Setup, 21 Tage Inbox-Warmup, 14 Tage Pilot-Versand mit reduziertem Volumen, dann erst Skalierung. Wer in Woche 1 schon volle Sequenzen rausjagt, hat in Woche 4 ein Spam-Problem.
Solo-Setup ab 100 Euro pro Monat (Apollo Basic + Instantly Growth). SDR-Team mit 5 bis 10 Sender-Inboxes 250 bis 700 Euro. Agentur-Setups mit 20 plus Inboxes und Multichannel 700 bis 1.200 Euro. Plus Domain-Kosten (15 Euro pro Sub-Domain pro Jahr) und Validation-Credits (etwa 0,01 Euro pro Email-Check).
Branchen-übergreifend zwischen 1 und 6 Prozent bei sauberem Setup. Solo-Founder-Outreach mit hochpersonalisierten Mails an 50 Kontakte pro Woche schafft auch 8 bis 12 Prozent. Volumen-Setups mit 2.000 plus Kontakten pro Woche landen meist bei 1,5 bis 3 Prozent. Wer unter 1 Prozent landet, hat ein Setup-Problem, nicht ein Volumen-Problem.
Ja, immer. Cold Email aus der Haupt-Geschäfts-Domain killt deine Reputation für alle Geschäfts-Mails binnen Wochen. Standard-Setup: Haupt-Domain bleibt für reale Kommunikation, 3 bis 5 Sub-Domains für Cold-Email-Versand. Sub-Domains sind günstig (15 Euro pro Jahr) und schützen die Haupt-Domain von Spam-Filter-Markierungen.
Pro 200 bis 400 geplante Mails pro Tag eine Sender-Inbox. Wer 2.000 Mails pro Tag verschickt, braucht mindestens 10 Inboxes, besser 15 bis 20 für Puffer bei Warmup-Ausfällen oder Blacklist-Vorfällen. Pro Inbox maximal 30 bis 40 Cold-Mails pro Tag, sonst killt die Spam-Filter-Heuristik die Reputation.
Drei bis fünf Touchpoints über vier bis sechs Wochen. Die meisten Replies kommen auf Touch 1 und 2 plus Touch 4 (Last-Bump). Touch 3 ist der schwächste Mittel-Touch. Über fünf Touches wirkt aufdringlich und schadet der Sender-Reputation durch sinkende Engagement-Raten.
Eingeschränkt. AI-Opener aus LinkedIn-Profilen funktionieren in 60 bis 70 Prozent der Fälle gut. Bei den restlichen 30 bis 40 Prozent kommt Müll raus, der die Reply-Rate eher senkt. Faustregel: AI-Personalisierung lohnt sich für die ersten 50 Prozent der Sequenz, die letzten Touches sollten manuell oder regelbasiert sein.
Über 5 Prozent Bounce ist ein Warning-Signal. Über 10 Prozent ist eine rote Linie. Sofort-Maßnahmen: Listen sofort durch Validation laufen lassen (BounceBan, BetterContact), Sender-Inboxes pausieren, Warmup wieder hochfahren für mindestens 7 Tage. Bei wiederholten Bounce-Spitzen Domain prüfen lassen oder neuen Sub-Domain aufsetzen.
Jede Spam-Beschwerde sofort aus allen Listen entfernen. Über 0,1 Prozent Spam-Complaint-Rate ist ein Critical-Issue. Google und Microsoft tracken das streng, ab 0,3 Prozent landest du dauerhaft in Spam-Filtern. Ursachen prüfen: zu aggressives Volumen, falsche Persona, schlechter Opt-out, irreführende Subject-Lines.
Im B2B-DACH-Kontext ist Cold Email an Geschäfts-Adressen mit klarem Geschäftsinteresse und einfachem Opt-out grundsätzlich möglich (UWG plus DSGVO Artikel 6 (1) f). Pflicht: Impressum-Link in jeder Mail, klarer Opt-out-Mechanismus, kein Tracking ohne Einverständnis. Im Zweifel Rechtsberatung vor Skalierung über 1.000 Mails pro Woche.
Tom Schiller
Über den Autor

Tom Schiller

Founder, Grundwerk Digital

Tom hat in den letzten zwei Jahren über 50 Cold-Email-Setups gebaut oder repariert, von Solo-Founder-Stack bis Multi-Inbox-Agentur-Volumen. Field Notes ist sein Logbuch: was funktioniert, was nicht, mit Daten.

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20-30 Termine pro Monat. Echte Pipelines, echte Stimmen.

  • 20Opportunities in 13 Tagen

    "Das Team von Grundwerk Digital hat das komplette Onboarding innerhalb von 5 Tagen abgeschlossen. Nach 13 Tagen hatten wir bereits 20 neue Opportunities in unserer Pipeline."

    Lasse Petry
    Lasse Petry
    Co-Founder, Peer Studios
  • 240kARR closed in 74 Tagen

    "28 Termine, davon mehr als 240k Dealsize closed, in nur 74 Tagen. Das Team von Grundwerk lebt AI und pusht unsere Sales-Prozesse mit minimalem internem Aufwand."

    Tim Kuesters
    Tim Kuesters
    Geschäftsführer, Birdsview
  • 172Leads in 3 Monaten

    "Mit Grundwerk konnten wir 172 Leads in 3 Monaten generieren und davon 14 Aufträge bzw. Neukunden gewinnen."

    Stephan Meinecke
    Stephan Meinecke
    Geschäftsführer, greenlovers
  • 2,7xROI in 3 Monaten

    "Mit Grundwerk Digital konnten wir innerhalb von 3 Monaten den ersten Abschluss mit einem ROI von 2,7 für uns gewinnen."

    Philipp Köhnlein
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    Geschäftsführer, cervis
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  • 12Events betreut

    "Mit Grundwerk Digital konnten wir neue Business Opportunities in kürzester Zeit abschließen und werden individuell und professionell betreut. 12 Events, 397 generierte Leads."

    Ingo Boldt
    Ingo Boldt
    Geschäftsführer, Smart Bridges
  • "Die Zusammenarbeit mit GWD war geprägt von viel Beratung und Unterstützung unseren Email-Outreach zu professionalisieren und zum Erfolg zu bringen."

    Nico Stöckel
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    Our Greenery
  • "Die Beratung ist auf den Punkt, das Know-how wirklich hilfreich und immer wieder kommen Impulse, auf die wir alleine wahrscheinlich nicht gekommen wären."

    Marc Meyer
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    Geschäftsführer, echte Media
  • "Top engagiertes und professionelles Team. Grundwerk reagiert flexibel und schnell auf neue Situationen."

    Tassilo
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    Tassilo
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    Geschäftsführer, XDi
  • "Das Grundwerk Digital Scraping Team hat für CCV überaus akkurate Leads aus mehreren Deutschen Bundesländern gezogen."

    Michael Fischer
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    Sales Lead SME Payment Solutions, CCV
  • "Grundwerk Digital hat mit uns erfolgreiche LinkedIn und Email-Kampagnen durchgeführt und bei der Implementierung von top-aktuellen Outreach-Prozessen höchst professionell beraten."

    Alexander Kohler
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    pplwise
  • "Wir haben wesentlich mehr Leads generiert und vor allem sind unsere Leads sehr viel hochwertiger als das die Jahre davor war."

    Andreas Glemser
    Andreas Glemser
    Geschäftsführer, COCOMIN AG
  • "Sehr gutes Konzept und ein wirklich professioneller Ansatz im Bereich Outreach und Partnerschaften."

    Jackomo Kallen
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    Geschäftsführer, Digital Now
  • "Das Grundwerk Digital Scraping Team hat für CCV überaus akkurate Leads aus mehreren Deutschen Bundesländern gezogen."

    Michael Fischer
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